DSGVO – nur keine Panik

Wie der Standard berichtet, werden laut EU-Justizkommissarin Vera Jourova die nationalen Datenschutzbehörden zunächst auf Beratung und Aufklärung setzen. Die meisten Firmen müssen nach ihrer Einschätzung wegen Verzögerungen bei der Umsetzung der neuen europäischen Datenschutzregeln nicht sofort Geldstrafen fürchten. Die Firma, der es nicht von Tag eins an gelingt, alle Vorkehrungen zu treffen, die aber in gutem Glauben handelt, werde nicht gleich Ziel von Sanktionen werden, sagte Jourova.

Die Datenschutz-Grundverordnung der EU tritt am 25. Mai in Kraft. Sie macht Unternehmen europaweit gültige Vorgaben für die Speicherung und den Schutz von Daten und gibt Kunden und Nutzern mehr Möglichkeiten, gegen Missbrauch vorzugehen. Bei Verstößen drohen hohe Strafen von bis zu 20 Mio. Euro oder vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes – je nachdem, welcher Betrag der höhere ist.

Schwerpunkt Unternehmen mit Geschäftsmodell Daten

Sie erwarte ab dem 25. Mai keine Situation, in der die nationalen Datenschutzbehörden sofort gegen jeden vorgehen und damit beginnen, Sanktionen zu verhängen, sagte Jourova. Sie werden sich erst auf die Unternehmen konzentrieren, die persönliche Daten im großen Stil verarbeiten und deren Geschäftsmodell darauf beruht, private Daten zu verkaufen und zu Geld zu machen. Ziel müssten dabei die Firmen sein, die das größte Risiko darstellen, sagte Jourova.

Quelle: Der Standard

Außerdem hat die österreichische Bundesregierung am 20.04.2018 einen Beschluss gefasst, der die DSGVO zum Teil doch deutlich entschärft. Ob diese Beschlüsse jedoch EU-konform sind, bleibt noch abzuwarten.

siehe schoderboeck.at