Vorsteuerabzug bei Dienstreisen

Macht ein Unternehmer bei einer betrieblich veranlassten Reise im Inland die pauschalen Tageskostensätze geltend, kann er die darin enthaltene 10%ige Umsatzsteuer herausrechnen und als Vorsteuer abziehen.

Auch bei Geltendmachung der pauschalen Nächtigungskosten in Höhe von € 15,- kann die darin enthaltene 10%ige Umsatzsteuer in Höhe von € 1,36 als Vorsteuer abgezogen werden (Rechtslage nach dem 31.10.2018).

Von 1.5.2016 bis 31.10.2018 konnten die pauschalen Nächtigungskosten von € 15,- im Verhältnis 80% : 20% auf Beherbergung und Frühstück aufgeteilt werden und die darin enthaltene Umsatzsteuer (13% für Beherbergung, 10% für das Frühstück) als Vorsteuer abgezogen werden:

Zimmer € 15,- x 0,80 = € 12,-  enthaltene 13% USt € 1,38
Frühstück € 15,- x 0,20 = € 3,- enthaltene 10% USt € 0,27
Gesamte Vorsteuer     € 1,65

Falls anstelle des pauschalen Nächtigungsgeldes die tatsächlichen Kosten abgesetzt werden, kann die Vorsteuer von diesen geltend gemacht werden. Dafür muss aber eine Rechnung vorliegen, die den Formalerfordernissen des Umsatzsteuergesetzes entspricht. 

Anders als bei Reisekosten im Inland gibt es bei den Diätensätzen für das Ausland keinen Vorsteuerabzug in Österreich.

Bei Fahrtkosten kann die Vorsteuer nur von den Kosten laut Rechnung (z.B. Taxi, Bahn) in Abzug gebracht werden, nicht jedoch vom Kilometergeld.